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Artikel: Terracotta: Die Farbe der Erde und der Sonne

Terracotta: Die Farbe der Erde und der Sonne

Manche Farben gehören zu einem bestimmten Moment.

Andere scheinen schon immer da gewesen zu sein.

Terracotta ist eine von ihnen.

Es ist die Farbe der von der Sonne erwärmten Erde. Von Tontöpfen und alten Mauern. Von ockerfarbenen Klippen und staubigen Wegen. Von Dachziegeln, die jahrzehntelang Licht aufgesogen haben.

Und für viele von uns ist es auch die Farbe des Sommers.

Ein Haus irgendwo im Süden. Weiße Wände vor blauem Himmel. Bloße Füße auf warmem Stein.

Terracotta wirkt uralt - und doch irgendwie vollkommen zeitgemäß.

Bevor Farbe hergestellt wurde, gab es die Erde

Lange bevor Menschen lernten, Pigmente herzustellen, entdeckten sie, dass Farbe bereits unter ihren Füßen lag.

Ocker zählt zu den ältesten Pigmenten der Menschheit: natürlich vorkommende Erden, reich an Eisenoxiden, zu Pulver gemahlen und mit Wasser, Fett oder anderen Bindemitteln vermischt. Vor Zehntausenden von Jahren verwendet, auf Höhlenwänden, auf Gegenständen, auf dem Körper.

Das waren unsere ersten Farben.

Nicht erfunden.

Gefunden.

In diesem Gedanken liegt etwas Außergewöhnliches. Bevor Farbe zur Chemie oder zum Trend wurde, war sie einfach Teil der Landschaft.

Erde, verwandelt durch Feuer

Das Wort Terracotta kommt aus dem Italienischen terra cotta: gebrannte Erde.

Wenn eisenreicher Ton in einer oxidierenden Atmosphäre gebrannt wird, verwandelt die Hitze die darin enthaltenen Eisenverbindungen und erzeugt das warme Rotorange, das wir heute sofort erkennen.

Die Erde tritt ins Feuer ein und kommt verändert heraus.

Terracotta vereint zwei elementare Kräfte: Erde und Feuer. Dieselbe Farbfamilie zieht sich durch einige der bedeutendsten natürlichen Pigmente der Geschichte, Ocker, rohe Siena, gebrannte Siena, Umbra. Farben, die in der Erde entstanden, nicht im Labor.

Die Farben im Inneren eines Mookaite-Steins

Diese Verbindung liegt uns besonders nah.

Mookaite verdankt seinen Namen dem australischen Stein, der unsere Marke inspiriert hat. Betrachtet man ein Stück Mookaite genau, entdeckt man eine außergewöhnliche natürliche Palette: Ocker, Senf, Sand, Creme, Burgund, Ziegelrot, Terracotta.

Keine Farben, die jemand ausgewählt hat, damit sie zusammenpassen.

Das hat die Natur getan.

Schichten mineralischer Farben, die nebeneinander liegen, in Kombinationen, die überraschend modern wirken. Derselbe Instinkt leitet unseren Designprozess: nicht eine Palette aufzwingen, sondern eine entdecken.

Das Terracotta-Carré ist vielleicht der direkteste Ausdruck davon. Das Coastline gibt es in drei Versionen, Blau, Terracotta und Olivgrün, und die Terracotta-Variante tut etwas, das wir besonders schön finden: Legt man sie neben das Blau, dominiert die Wärme nicht. Sie hebt. Und The Origin of Colours gehört zu derselben Linie, Farbe nicht als Dekoration, sondern als etwas mit Wurzeln.

Eine alte Farbe, die nie wirklich verschwindet

Terracotta ist beruhigend. Es erinnert uns an Erde, Wärme, handgefertigte Materialien.

Aber es kann auch unglaublich frisch wirken.

Das ist vielleicht der überraschende Teil. Terracotta wird oft als warm, erdig, herbstlich wahrgenommen. Aber stellt man es neben Türkis, Kobalt, ein klares Mittelmeerblau oder sogar ein zartes Rosa, verändert sich etwas. Es wird leuchtend. Fast kühl. Die Schwere verschwindet.

Terracotta ist warm. Aber unter einem mediterranen Himmel wird es zu etwas ganz anderem.

Das Terracotta-Dach vor einem unmöglich blauen Himmel. Eine verblasste rosa-orangefarbene Mauer im Nachmittagslicht. Die rote Erde eines Weges, der zum Meer führt.

Das sind keine Bilder eines Trends. Es sind Bilder von etwas viel Älterem.

Farbtrends kommen und gehen. Aber Erdfarben haben uns nie wirklich verlassen, sie reisten von prähistorischen Pigmenten zu Töpferwaren, Fresken, Architektur, Textilien und schließlich zur Mode.

Vielleicht sagt uns diese Langlebigkeit etwas.

Wir werden von Farbe angezogen. Aber wir werden auch von Ursprüngen angezogen.

Und Terracotta bringt uns sehr nah an den Anfang.

Vielleicht deshalb fühlt sich diese Palette bei Mookaite so vertraut an.

Denn manchmal ist die schönste Palette gar nicht erfunden.

Sie wird einfach entdeckt.

 

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